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Restaurierung der Orgel in St. Marien

 

Nach der Renovierung unserer Propsteikirche und dem Einbau neuer Chorfenster präsentiert sich unsere Marienkirche in einem freundlichen und strahlenden Gewand. Die Gemeinde kann sich darüber täglich freuen. Viele Gäste aus nah und fern bestätigen diese gelungene Gestaltung unseres Gotteshauses.

Vor der Renovierung erfolgte der Wiedereinbau der Seitenemporen links und rechts neben der Orgel einschließlich einer neuen Chorempore vor der Orgel.  Wie die Gemeinde hören kann, ist dies der ideale Standort für den Chor und den neu beschafften Spieltisch der Orgel.

Unsere Kirche besitzt seit 1598 eine Orgel. Das jetzige Orgelwerk wurde 1940 mit 41 Registern als elektropneumatisches Werk von der Fa. Späth aus Ennetach-Mengen (Württemberg) neu erbaut und zählt zu den größten Orgeln im Eichsfeld.

2013 hat der Kirchenvorstand beschlossen, die Restaurierung der Orgel zu beginnen. Da unsere Orgel unter Denkmalsschutz steht, wurden im Jahr 2014 viele und ausgiebige Gespräche mit dem Orgelsachverständigen unseres Bistums und insbesondere mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) geführt. Letztendlich konnte Einvernehmen hergestellt werden. In Jahr 2015 hat auch das Bistum die Erlaubnis zur Restaurierung der Orgel erteilt.

Derzeit ist die Orgel „zerlegt“. Es ist erforderlich, sie zu reinigen, die Aufstellung mit dem Werkaufbau zu optimieren, alle verschlissenen Funktionsteile aus Leder und die völlig desolaten elektrischen Teile nach heutigem technischem Stand zu erneuern. Hierzu gehören auch die völlig verschlissenen Windladen, die - wie die gesamte Orgel - in den letzten Jahren nur durch Provisorien funktionsfähig gehalten worden sind. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten ist die Restaurierung des Pfeifenwerks und die denkmalpflegerische Rückführung des Klang- und Registeraufbaus im Sinne des Originals. Für die Gottesdienste behelfen wir uns derzeit mit einer kleinen digitalen (elektronischen) Sakralorgel.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet ein Volumen von ca. 190 T€. Neben den Kollekten und Benefizveranstaltungen sind wir auf Spenden angewiesen. Bisher haben 218 Personen, Unternehmer usw. aus unserer Gemeinde und ihrer näheren Umgebung für die Orgel insgesamt mehr als 60 T€ gespendet. Sie können dieser Homepage auch die Namen der bisherigen Spender entnehmen. Alle Spender, die sich über den Stand der Arbeiten informieren möchten, können nach Rücksprache mit  Orgelbaumeister Karl Brode die Baustelle besichtigen. Wir sind für jede Spende dankbar, gleich in welcher Höhe.

Bitte spenden auch Sie für unsere Orgel!

Das Motto lautet: „Rettet unsere Königin der Instrumente“ Dann kann unsere Orgel als Kunstwerk wieder viele Jahrzehnte das Gotteslob begleiten und auch als Konzertinstrument dienen.

In der Konstitution des II. Vatikanischen Konzils über die Kirchenmusik heißt es:

 „Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“

Heilbad Heiligenstadt im Oktober 2015